Rezension
Mit "Silence Speaks The Words Unspoken" legt das Postrock-Projekt Out Of Sight von Christian Schwemmer das erste Album vor.
Komplett im Alleingang eingespielt, entfalten die fünf Songs zwar für sich genommen irgendwie ihre Wirkung, aber am Stück gehört lässt die Scheibe zu schnell nach. Zahm und austauschbar klingen die Stücke, es fehlt vor allem an interessanten Breaks und Steigerungen. Das mag natürlich auch daran liegen, dass es sich hier um ein reines Instrumentalalbum handelt, aber grade deshalb sollten die Songstrukturen umso spannungsgeladener sein.
Die Soundscapes, die durch Gitarren und vor allem auch Cello erzeugt werden, haben sicherlich ihren Reiz, allerdings ist das Schlagzeug sehr kraftlos geraten und verschwindet irgendwo tief im Mix. Damit einher geht leider einiges an Emotion und Ausdruck den Bach runter.
Unterm Strich bleibt somit nicht viel über, um aus der fülle an Postrock- und Shoegaze-Bands herauszustechen.
Fazit
Vorhersehbare Songstrukturen, die leider keinen bleibenden Eindruck hinterlassen können. Out Of Silence kommt über weite Strecken aus eben jener Stille nicht heraus und lässt für Postrock übliche Spannungsbögen vermissen. Einzig mit den breiten Soundflächen und schönen Klangfarben kann man punkten. Um sich damit im Postrock-Dschungel behaupten zu können, reicht es jedoch vorerst nicht.
(Autor: Yorck S., Datum: 15.07.2011 11:43 Uhr)