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 Reviews - Long Distance Calling & Nihiling - Cassiopeia, Berlin
Rezension
center>img src="http://img.earafour.de/revpics/939_1.png"> br>b style="font-size: 9.5px; font-weight: normal;">/b>/center> br>Wir schreiben den 10. Mai 2011 und offiziell befinden wir uns noch im Frühling. Als ich allerdings meine Füße vor die Türe setze, fühle ich mich eher wie im Hochsommer. Die vorherrschenden 28°C auf den Straßen, sind allerdings gar nichts im Vergleich zu dem, was mich am Abend noch erwarten soll. Mit b>Nihiling/b> und b>Long Distance Calling/b> spielen nämlich zwei meiner liebsten Postrock Bands überhaupt heute Abend in unserer schönen Hauptstadt. br> br>Im Gegensatz zu meinem letzten Abenteuer gestaltet sich der Weg zum Ort des Geschehens relativ simpel, auch wenn das Cassiopeia auf den ersten Blick ziemlich versteckt zu sein scheint. Dort angekommen, setze ich mich bis zum Konzertanfang erstmal ins noch kühle Innere der Lokalität. Kurz darauf dröhnen zu meiner Verwunderung auch schon die ersten Klänge von Nihilings "Moth Gate" durch die Wände und ich spurte runter zur Bühne. Die Reaktionen der langsam größer werdenden Audienz sind vorerst noch ziemlich verhalten. Was daran liegen dürfte, dass Nihiling noch ziemlich unbekannt sind und die Leute das Songmaterial schlichtweg nicht kennen. Die Bühnenperformance ist auf jeden Fall nicht schuld, denn die Band und dabei vor allem Sänger und Gitarrist Gorka Morales, gibt von Anfang an alles. Wie der Junge sich zur Musik verrenkt und jede einzelne Note spürt muss man gesehen haben. br> br>img src="http://img.earafour.de/revpics/939_2.jpg" id="picture" alt="Bild" width="200px" height="266px" style="float: left; margin-right: 10px; margin-bottom: 5px;">Die Ton und Lichtabteilung macht ebenfalls eine gute Arbeit. So bekommt man einen gut differenzierten Sound, in dem man viele Einzelheiten mitbekommt, und eine Lichtshow, die die Stimmung der Musik auch optisch sehr gut transportiert. Nach dem beeindruckenden Start folgt nun mit "Particle" die aktuelle Videoauskopplung vom neuen Album "Egophagus". Auch hier können sie wieder überzeugen und so allmählich scheint das Publikum mit dem Darbgebotenen wärmer zu werden. Wunderschön verträumte Melodien befinden sich mit recht harschen Riffs im Wechselspiel. Spätestens wenn Bassistin Alexandra ihre engelsgleiche Stimme auspackt ist Gänsehaut garantiert. Selbiges gilt für Gorkas verzweifelte Schreie die er hin und wieder bei den härteren Parts verlauten lässt. Somit sind meine persönlichen Highlights der Show der neue Song "Sirens" und "Not even close to your understanding of". Es ist wirklich großartig wie die Band es hier schafft über die volle Länge eine fesselnde Atmosphäre zu erzeugen, die sicherlich nicht nur mich in ihren Bann zieht. Letztgenannter Song ist dann auch der krönende Abschluss dieses ersten Konzerts des Abends. Die Leute gehen mit und verabschieden die Band hellauf begeistert. br>Mir tun diejenigen, die diese Darbietung verpasst haben, wirklich leid, denn die Jungs und das Mädel standen dem Hauptact eigentlich in Nichts nach. Ich hoffe in Zukunft werden Nihiling die Aufmerksamkeit bekommen die sie auch verdient haben. br> br>Es folgt eine kurze Umbaupause in der ich, in weiser Voraussicht, noch ein paar Schluck Wasser zu mir nehme. Innerhalb kürzester Zeit füllt sich der Club bis zum Anschlag und obwohl ich keine drei Meter von der Bühne entfernt bin komme ich nicht mehr nach vorn um wenigstens noch halbwegs gute Bilder zu schießen. br> br>Ca. fünf nach halb zehn kommen Long Distance Calling auf die Bühne und beginnen ohne größere Umschweife mit ihrem neuen Song "Into the Black Wide Open". Das Publikum ist von Anfang an begeistert und geht stetig mit. Allerdings haben die Aktivitäten in der prall gefüllten Lokalität recht unangenehme Folgen. So steigt die Temperatur in dem abgeschotteten Raum bis ins unerträgliche. Bereits beim zweiten Song "The Figrin D'an Boogie" läuft den Musikern der Schweiß in strömen aus allem Poren. Laut Gitarrist Florian Füntman ist dies der wahrscheinlich heißeste Gig den die Band jemals absolviert hat und zeitgleich auch der beste der bisherigen Tour. Dies sieht man der Band auch absolut an. Nicht nur das Publikum vor der Bühne ist begeistert. Nein auch die Musiker selbst zeigen sich sichtlich beeindruckt vom Geschehen in der Menge und bringen dies auch des Öfteren zum Ausdruck. Jeder Song avanciert zum Highlight und die verschwitzten Jungs geben wirklich alles. Das nenne ich mal ein dreckiges Rockkonzert! br> br>img src="http://img.earafour.de/revpics/939_3.jpg" id="picture" alt="Bild" width="200px" height="299px" style="float: right; margin-left: 10px; margin-bottom: 5px;">Der Sound ist sogar noch ein Stückchen besser als bei der Supportband und bringt somit die Atmo der Songs wirklich gut zur Geltung. Ähnliches gilt für die Beleuchtung. Diese ist zwar nicht atemberaubend aber trotzdem passend inszeniert. br>Dies kommt den nächsten beiden Titeln "I know you Stanley Milgram!" und "Invisible Giants" zu gute. Der Spannungsbogen zieht sich und es kommt zu keiner Sekunde lange Weile auf. Was bei einem rein instrumentalen Konzert ja nicht selbstverständlich ist. Überhaupt bin ich sehr überrascht wie gut das Songmaterial live funktioniert. Die brutale Hitze kann die Audienz nicht davon abhalten zu den härteren Passagen mitzugehen oder auch hier und da zu Tanzen. Vor allem der neue, selbstbetitelte Song "Arecibo (Long Distance Calling)" lädt zu etwaigen Körperbewegungen ein bevor mit dem lang erwarteten "Apperitions" und "Metulsky Curse Revisited" der Abend vorerst ein Ende finden soll. Nach mehrmaligen Zugaberufen kommen die Mannen natürlich nochmal zurück auf die Bühne, um dem Konzert mit meinem Lieblingssong "Black Paper Planes" ein feuriges Ende zu bereiten. Ich finde es wirklich beeindruckend dass die Musiker bisher noch nicht umgefallen sind, denn im Raum herrschen mittlerweile geschätzte 40 - 45°C und selbst mir als selten schwitzenden Menschen rinnen die Schweißperlen vom Rücken. br>Nichts desto trotz muss ich sagen, dass es sowohl für das Publikum als auch für die Band ein sichtlich überwältigendes Konzerterlebnis war. So verlassen die Post-Rocker mit überfrohen Mienen die Bühne. br> br>Nachdem ich mich in der Menge nach oben durchgeschlängelt habe, erwartet mich am Merchandise Stand noch ein freundlich dreinblickender Nihiling Sänger, der mir aufgrund meiner Geldknappheit das neue Album und ihre erste EP zu einem wirklich fairen Preis verkauft. Das nenne ich mal Fanfreundlichkeit. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle. br> br>Überhaupt möchte ich mich nochmal bei beiden Bands für diesen wirklich grandiosen Abend bedanken. So etwas werde ich sicherlich nicht allzu bald wieder erleben dürfen. br> br>Nun wate ich also wieder zum Hauptbahnhof, lasse meine Konzerteindrücke noch einmal revue passieren und hoffe, dass zum anstehenden Hate Eternal und Obscura Konzert die Clubbetreiber irgendetwas an der Belüftung verbessern, denn ansonsten sehe ich schwarz. br> br>center>img src="http://img.earafour.de/revpics/939_4.jpg"> br>b style="font-size: 9.5px; font-weight: normal;">Nihiling/b>/center>
(Autor: Kevin G., Datum: 16.05.2011 15:28 Uhr)
Datum: Rockfanshop.com - Der Online Shop für Fan-Artikel
Bands
  • Long Distance Calling, Nihiling
Location
Cassiopeia
Revaler Str. 99 - Tor II
10245 Berlin
Fotos

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