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Review: Feuerschwanz - Wunsch ist Wunsch
 
Release: 18.03.2011
Genre Spieldauer Label Vertrieb Land
Mittelalter Rock 48:29 -n/a- Unbekannt
Rezension
"Mal wieder kurioses" dacht' ich, könnte nich' schaden! Das Sammelsurium der Kuriositäten hat mir mal wieder ein skurriles Werk zugesandt und irgendwie bereue ich es zu keiner Zeit. Worum geht's? FEUERSCHWANZ! Einige Menschen werden diese Typen und die Maid kennen, für alle anderen: Deutsche "Mittelalter-Comedy" Combo bestehend aus sex Mit-Gliedern. "Wunsch ist Wunsch" lautet der vielsagende Albumtitel dieser Klamauktruppe, da kommt einem direkt "Bück' dich Fee, Wunsch ist Wunsch" in den Sinn, oder nicht? Zum Glück bestätigen sie dieses "Klischee" im Titeltrack textlich.

Leute, die mit derartigem Humor und Mittelalter Rock an sich nichts anfangen können, dürfen ab dem nächsten Satz wieder abschalten. Liebhaber von schnörkellosem Mittelalter Rock und besonders Lebewesen mit besonders schlechtem Humor dürfen weiterlesen. Zugegebenermaßen ist der lyrische Aspekt selbst für mich stellenweise eine absolute Hürde, aber was tut man nicht alles, nech? Schweinereien überall, das Niveaulimbo ebenso. Mit einer Mischung aus simplem Rock, ansprechenender Mittelalterinstrumentierung und dämlicher Texte (+ Gesang mit Wiedererkennungswert) können FEUERSCHWANZ zumindest wohldosiert Spaß machen. Mehr wollen sie auch nicht, da bin ich mir ziemlich sicher.

Dazu ein Schuss Abwechslungsreichtum, und der Wunsch wird Realität. Man sollte sich nicht zu viel wünschen, aber ich muss schon sagen, das Ding ist sehr vielseitig und bietet vielerlei Stimmungen - gepresst auf ein Album. Das Intro braucht zwar kein Mensch, dafür kriegt man darauf folgend 13 Songs dargeboten, die immer irgendwo zwischen fröhlich-folkigen Melodien und teilweise sogar wehmütigen Momenten ("Des Kriegers Sohn") liegen. Mein persönlichen Favoriten sind dabei "Der Henker" (klasse Pointe mit dem Landschaftsgärtner!) und "Symposium". Klasse Gruppen-Gesang im Stile von früheren SUBWAY TO SALLY, hier sogar "gute" Texte und dazu Rythmen, die ins Blut gehen. FEUERSCHWANZ sind im Vergleich zur Vergangenheit "gereift", ihren typischen Humor bekommt man nicht mehr über die volle Spielzeit zu hören. Das nervt auf Dauer weniger und bleibt dennoch auch für Bandverhältnisse natürlich. Ihnen ist also der Spagat zwischen beiden Fronten prima gelungen.

Fazit
Meine Vorliebe für Mittelalter Rock ist über die Jahre hinweg zwar geschwunden, aber FEUERSCHWANZ überzeugen mich durchaus. Wie gesagt, Hirn ausschalten, das ein oder andere Mal lachen und dazu guten Mittelalter Rock genießen! Darüber hinaus sind auf "Wunsch ist Wunsch" viele tolle Live-Nummern dabei, zu denen man wunderbar feiern kann. Manchmal können selbst simple Dinge so gut sein.
(Autor: Pascal S., Datum: 16.03.2011 21:10 Uhr) 
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Bewertung des Autors : 8 von 10
Trackliste Künstler  

01. Es war einmal...(Teil 4)
02. Wir lieben Dudelsack
03. Jungfernkranz
04. Wunsch ist Wunsch
05. Latte
06. Monogamie
07. Maria
08. Des Kriegers Sohn
09. Der Henker
10. Toleranz
11. Metmaschine
12. Vorspiel
13. Symposium
14. Albrecht der Bruchpilot


Gesang, Gitarre: Hauptmann Feuerschwanz alias Peter Henrici
Geige: Johanna von der Vögelweide alias Stefanie Pracht (seit 2005)
Schlagzeug: Sir Lanzeflott alias Robert Gruss (seit 2005)
Trommel, Gesang, Bass: Knappe Latte (seit 2005)
Flöten, Rauschpfeiffen, Dudelsack, Gesang: Prinz R. Hodenherz III (seit 2007)
E-Gitarre: Hans der Aufrechte (seit April 2008)


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