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Review: End Of Green - High Hopes In Low Places
 
Release: 20.08.2010
Genre Spieldauer Label Vertrieb Land
Depressive Rock 43:18 Silverdust Records -
Rezension
Zum Titel passend hatte ich "High Hopes" in dieses Album gesetzt und ob diese in Erfüllung gehen, finden wir jetzt heraus. Ich bin ein recht großer Fan dieser Band, die es auf ihren ersten fünf Releases immer wieder schaffte, mich mit ihren akustischen Kunststücken seelisch niederzuschmettern. Genau das schaffte das letzte Album "The Sick's Sense" leider nicht mal annähernd. Hin waren die schweren depressiven Brocken wie "Death in Veins", "Drink Myself to Sleep", "Cure my Pain" oder "Evergreen", die mit ihrer trostlosen Atmosphäre jegliches Leben auszulöschen vermochten. Ich meine, ok, "Bury me down" war natürlich auch ein Song der etwas in diese Richtung ging, aber er war leider auch der Einzige.

So stellte sich mir natürlich die Frage ob die Jungs von E.O.G. wieder an alte Glanztaten anknüpfen können und die Antwort ist ein schlichtes "jein". Einerseits ist "High Hopes in Low Places" wieder ein gutes Stück düsterer und melancholischer als der Vorgänger, andererseits ist es nicht so trostlos wie die anderen fünf vorangegangenen Alben. Die CD startet mit einer netten melancholischen Rocknummer namens "Blackened Eyes" die im Midtempo angesiedelt ist. Meiner Meinung nach ein netter Einstieg. Es fällt einem sofort der - im Gegensatz zum Vorgänger - sehr passend produzierte Sound auf, der warm und druckvoll aus den Boxen tönt. Ähnlich, nur etwas fröhlicher geht es mit der zuvor veröffentlichten Single "Goodnight Insomnia" weiter, die nach mehrmaligem Hören für mich gar nicht mehr so negativ auffällt wie zu Beginn. Lediglich dieses tief gesungene "yayayayeah" nervt. Soweit so gut, was aber dann folgte war für mich eine kleine unerwartete Überraschung, denn "Carpathian Gravedancer" bietet langsame Riffs und eine schöne, doomige Atmosphäre - so wie ich es mag. Natürlich gibt es einen positiven Grundton in dem Song, aber dennoch ist er einer meiner Favoriten des Albums. Es geht mit "Under the Sway" wieder recht rockig und fröhlich weiter. Es handelt sich hierbei um den meiner Meinung nach schwächsten Song des Albums, er kommt mir einfach zu unbeschwert daher und könnte von der Stimmung her auch von den 69 Eyes stammen. "Tie me a rope... while you calling my name" ist wieder im Stile von "Carparthian Gravedancer" gehalten und weiß mich zu überzeugen. Ebenso wie der genannte Song ist er zwar nicht so zermürbend wie die von mir so geliebten alten Songs, aber dennoch ist dies ein weiteres Highlight des Albums. Das Nächste folgt auf den Tritt mit dem Titelsong, der wohl der schnellste und härteste Song des Albums ist. Hervorgehoben seien Michelles Hardcore Shouts im Refrain. Die restlichen Songs sind alle nicht schlecht, aber auch keine allzu großen Würfe. "An aweful day" fängt schmalzig an und steigert sich zum Schluss. "Saviour" ist wieder etwas langsamer aber kommt nicht ganz an die anderen beiden Songs heran. "Slaves" ist der kürzeste Song des Albums und besitzt einen recht coolen Refrain. "Starlight" beendet das Album standesgemäß ruhig, allerdings muss ich hier noch einmal die stimmliche Variabilität des Herrn Darkness loben, die er hier wieder wunderbar unter Beweis stellt.

Fazit
Die Bewertung fällt mir eigentlich recht schwer, wirkliche Totalausfälle besitzt das Album natürlich nicht. Nur leider entfaltet sich nicht die geniale End of Green Stimmung, die Alben wie "Songs for a dying World" oder "Dead End Dreaming" so großartig machten.
Hmm ja also was gebe ich jetzt? Da der Vorgänger von mir vielleicht 5,5 - 6 Punkte bekommen hätte, gebe ich jetzt erst mal 7 Punkte mit eventueller Tendenz nach oben, da ich das Album heute das erste Mal hörte. Ich denke es hat noch Potential etwas zu wachsen. Eine Empfehlung für alte und neuere End Of Green Fans ist durchaus gerechtfertigt.
(Autor: Kevin G., Datum: 14.02.2011 17:14 Uhr) 
Kommentare
Bewertung des Autors : 7 von 10
Trackliste Künstler  

1. Blackened Eyes
2. Goodnight Insomnia
3. Carpathian Gravedancer
4. Under the Sway
5. Tie Me a Rope… While You’re Calling My Name
6. High Hopes in Low Places
7. An Awful Day
8. Saviour
9. Slaves
10. Starlight


Michael Huber "Darkness" - Vocals, all Voices, Guitar
Michael Setzer "Sad Sir" - Guitar
Oliver Merkle "Kerker" - Guitar
Rainer Hampel "Hampez" - Bass
Matthias Siffermann "Lusiffer" - Drums


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