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Review: Electric Light Orchestra - Zoom
 
Release: 19.04.2013
Genre Spieldauer Label Vertrieb Land
Progressive Rock 50:06 Frontiers Records Soulfood Music Distribution
Rezension
"Zoom" ist das Rerelease der 2001 erschienen 15. Platte von ELECTRIC LIGHT ORCHESTRA. Bekannt war die britische Rockband vor allem in den 1970er und 1980er Jahren und sorgte dadurch für Aufsehen, dass sie klassische Streicherelemente mit Rockriffs verband. Ihr erfolgreichstes Album war "Xanadu", welches 1980 erschien. 1987 gab die Band dann ihre Auflösung bekannt. Nach fast 14 Jahren Abstinenz kündigte Mastermind Jeff Lynne 2001 die Neugründung von ELECTRIC LIGHT ORCHESTRA an und veröffentlichte kurz darauf "Zoom".

2013 erscheint "Zoom" in einem neuen Kleid mit einem leicht verändertes Artwork und zwei neuen Songs. Anstelle von "Long Black Road" bilden der Bonussong "One Day" und eine Liverversion von "Turn to Stone" das Outro des Albums. Da ich die Ursprungsversion von "Zoom" nicht kenne, werde ich im Folgenden nur die 2013er Version bewerten.

Der Opener heißt "Alright" und ist ein lockerer Rocker. Jeff Lynnes Stimme ist angenehm zu hören und der Song hat eine erfrischende Leichtigkeit, die es einem ermöglicht sich der Musik hinzugeben und einfach nur zu genießen. Dieser positive erste Eindruck verfestigt sich im anschließenden "Moment in Paradise". Zwar ist der Track ganz anders als sein Vorgänger und besticht vor allem durch melodisch-melancholisches Keyboardspiel, dennoch verliert er nichts an Leichtigkeit. Im Gegenteil die entspannende Wirkung nimmt eher noch zu und lässt zu, dass man sich weit weg träumt. Das Gitarrensolo im Mittelteil ist sehr willkommen und insgesamt, ist dies wohl einer der stärksten Songs auf der Platte. Weiter gehts mit "State of Mind", das in perfekter Rock 'n' Roll Manier zum Mitwippen animiert. Wie seine Vorgänger besitzt auch dieser Titel diese gewisse Leichtigkeit und fügt sich somit perfekt in das Gesamtwerk ein. "Just For Love" ist wie "Moment in Paradise" ein eher ruhiges Stück, welches zum Träumen einlädt. "Stranger on a Quiet Street" schließt sich hier nahtlos an, genau wie "In My Own Time", welches besonders durch die orchestralen Elemente und die Hintergrundchöre zu überzeugen weiß. Anschließend wird es mit "Easy Money" deutlich rockiger und man bekommt beinahe Lust zu tanzen. Hoher Ohrwurmcharakter ist hier garantiert! Nach dieser willkommenen Abwechslung wird es mit "It Really Doesn't Matter at all" wieder nachdenklich bis melancholisch auch wenn hier und da rockige Gitarrenparts eingestreut werden. Es folgt die Pianoballade "Ordinary Dream", die einen sofort sowohl musikalisch als auch textlich gefangen nimmt. Für mich ganz eindeutig ein weiteres Highlight auf "Zoom". Mit "A Long Time ago" bleibt es zunächst ruhig und balladesk. Eine melancholische Liebeserklärung, die traurig stimmt. "Melting in the Sun" lockert die Atmosphäre schließlich wieder etwas auf. Die lockere Leichtigkeit bleibt zwar, aber die nachdenkliche Melancholie weicht für einen Moment und man kann sich einfach nur treiben lassen. Ein guter Übergang zum rockigeren "All She Wanted", das ein sehr tanzbares Riff besitzt. "Lonesome Lullaby" ist der letzte Track des ursprünglichen Platte. Es folgt der Bonustrack "One Day", welcher sich stilistisch ohne Weiteres dem Album anpasst. Er versprüht einen melancholischen Charme, aber wird dabei nicht zu balladesk. Ganz anders das rockige "Turn to Stone": ein echter Ohrwurm und einen gelungener Ausstieg. Der Applaus am Ende ist bezeichnend.

Anspieltipps: "Moment in Paradise", "Easy Money", "Ordinary Dream" und "Turn to Stone"

Fazit
"Zoom" ist ein locker-leichter Rocker, im Stil der 70er und 80er, gepaart mit orchestralen und Rock 'n' Roll Elementen. Ein erfrischendes Album, welches zwar nicht besonders innovativ ist, sich aber gut nebenbei hören lässt und trotz Anflügen von Melancholie, eine extrem entspannende Wirkung hat. Die Songs gehen schnell in den Kopf und man ertappt sich immer wieder beim Mitwippen. Kann ich nur empfehlen!
(Autor: Bianca P., Datum: 21.05.2013 13:04 Uhr) 
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Trackliste Künstler  

01. Alright
02. Moment in Paradise
03. State of Mind
04. Just for Love
05. Stranger on a Quiet Street
06. In My Own Time
07. Easy Money
08. It Really Doesn't Matter
09. Ordinary Dream
10. A Long Time Gone
11. Melting in the Sun
12. All She Wanted
13. Lonesome Lullaby
14. One Day (Bonus Track)
15. Turn to Stone (Live from CBS Television City) (Bonus Track)


Jeff Lynne – Vocals, Backing Vocals, Electric Guitars, Bass, Keyboards, Cello, Drums

Gastmusiker:

Richard Tandy – Keyboards ("Alright") (original member)
George Harrison – Slide Guitar ("A Long Time Gone" and "All She Wanted")
Ringo Starr – Drums ("Moment in Paradise" and "Easy Money")
Marc Mann – Rhythm Guitar ("Moment in Paradise"), String arrangements ("In My Own Time" and "Melting in the Sun")
Suzie Katayama – Cello ("Just for Love", "Stranger on a Quiet Street" und "All She Wanted")
Roger Lebow – Cello ("Lonesome Lullaby")
Dave Boruff – Saxophone ("A Long Time Gone")
Laura Lynne – Backing Vocals ("All She Wanted")
Rosie Vela – Backing Vocals ("Alright", "All She Wanted"), Spoken Parts and Tap dancing ("In My Own Time")
Kris Wilkinson – String arrangements ("Ordinary Dream")


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