News: Jon Bon Jovi
Datum: 15.03.2011 13:22 Uhr
'Steve Jobs hat Musik-Business zerstört'

Wir können sicher sein, dass Jon Bon Jovi seine Lieblingsmusik nicht über die Ohrknöpfe eines iPods hört: In einem Interview mit der 'Sunday Times' erklärte er nämlich Apple Gründer Steve Jobs zum Totengräber des Musik-Business und erinnerte sich an alte "Plattenlädenzeiten" zurück.
"Steve Jobs ist persönlich dafür verantwortlich, das Musik-Business zerstört zu haben" so der Sänger über den Mitbegründer des Milliarden schweren Konzerns.
"Die Kids von heute haben die ganze Erfahrung verpasst, ihre Kopfhörer aufzusetzen, auf volle Lautstärke zu drehen, die Plattenhülle in den Händen zu halten ihre Augen zu schließen und sich in einem Album zu verlieren; und das Wundervolle daran, wenn man sein Geld nimmt und eine Platte nur wegen des Covers kauft, ohne zu wissen, wie die Platte klingt, man nur ein paar Fotos sieht und es sich vorstellt. Gott, das waren magische Zeiten. Ich hasse es wie ein alter Mann zu klingen, aber das tue ich, und ihr werdet an meine Worte denken, denn die kommende Generation wird sich fragen: 'Was ist passiert?' Steve Jobs ist persönlich verantwortlich für das Aussterben der Musikindustrie."
Bon Jovi stört sich vor allem an der gigantischen Online-Musikmarkt-Dominanz, den iTunes mit 66,2 % für sich gewinnen konnte. Amazon bringt es auf dem zweiten Rang gerade mal zu 13,3 %. Er ist der Meinung, dass es etwas vergleichbares, wie die kleinen, unabhängigen Plattenläden, deren musikbegeisterte Betreiber dafür sorgten, dass auch unbekanntere, aber gute Bands die Chance auf Album-Verkäufe erhielten, in diesem Umfeld keine Chance mehr haben.
Ob der Rock-Veteran aus Protest die Verkäufe seiner Band via iTunes blockiert, ist aber wohl eher fraglich. Schließlich wird so ziemlich jedes Album von Bon Jovi auch auf besagtem Online-Musikportal erfolgreich vertrieben...

(Autor: Saskia Z.)
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Kommentare
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( 22.03.2011 14:53 Uhr)
inaktiv
Das stimmt denke ich schon, es ist einfacher etwas nur digial zu kaufen, aber ich ziehes noch immer vor eine richtige CD in der Hand zu halten, und diese kostet wegen der Verpackung und dem Datenträger eben mehr. Allerdings rechtfertig das noch lange nicht die Preise die für Alben immernoch verlangt werden, wenn die Produktionskosten soviel niedriger sind.
Ich hör mir Musik auch lieber vorher an, damit ich weiß was ich später in der Hand halte.
Die Plattenfirmen interessiert es natürlich weniger ob dir das besagte Produkt auch wirklich gefällt, deswegen gehen sie gegen die ganzen Streamingangebote auch so hart vor, anstatt daran zu denken das ein Kunde eine CD vielleicht lieber kauft, wenn er weiß um was es sich dabei handelt.
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( 16.03.2011 16:28 Uhr)
Norrøn
Wenn ich auf ein Album brenne, warte ich auch gerne noch 2-3 Tage länger, bis ich die CD erhalte. Ist mir doch völlig egal. Ist aber auch jedem das seine, ob man nun CD's will oder MP3's, ich für meinen Teil halte nichts von diesen MP3-Opfern der jüngsten Vergangenheit.
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( 16.03.2011 14:52 Uhr)
RÖG
@ Kevin, ich möchte keine CD in 2-3 Tagen in der Hand halten sondern mag die Musik SOFORT hören, zumal Neuerscheinungen im Laden wesentlich teurer sind und man mag als Musikfan doch nicht warten bis das Werk 1-2 Euro kostet. Das dauert in der Regel eine sehr lange Zeit.
Also kaufe ich mir die Songs doch lieber als mp3 im Netz. Ich will die Musik haben und nicht son vollgekritzeltes Cover, das ist mir sowas von Latte.
Aber wenn ich denn irgendwann unbedingt eine CD davon in der Hand haben muss, dann kaufe ich sie natürlich, aber bis dahin reichen mir definitiv mp3 Daten, die ich bequem auf meiner Platte speichern kann, sie nicht suchen muss und diese auch innerhalb von einigen wenigen Sekunden sofort verfügbar sind .
Genau deswegen ziehe ich mp3 der CD vor, schon alleine die Platzersparnis, sonst hätte ich bestimmt schon an die 10000 CDs bei mir und das ist sehr viel^^
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( 16.03.2011 13:18 Uhr)
Lazarus
Naja man sollte halt nicht direkt bei Amazon sondern immer bzw. meistens, vom Marketplace bestlellen. ;-)
Meiner Erfahrng nach ist es auch so dass CD's "undergrundiger" Bands in der Regel teurer sind als von populären Musikern. Das hängt sicher damit zuammen dass populäre CD's einfach immer im Überschuss produziert werden. Viele Alben von Korn oder sonstigen Konsorten bekommst du beim Marketplace für 1-2 Euro hinterhergeworfen.
Ich rede auch an sich nicht von Neuerscheinungen sondern im Allgemeinen von CD's. Viele Sachen die diesen Monat rauskommen bekommst du zwei Monate später für die hälfte des Preises. Man muss halt nur geduldig sein oder eben ein Halbes Kunstwerk kaufen. Das bleibt dann wie gesagt jedem selbst überlassen.
Die Sache mit Itunes halte ich übrigens für eine ziemliche Frechheit.
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( 16.03.2011 12:06 Uhr)
G0remagedd0n
@ Kevin: Ich mache regelmäßige Backups. Bei Amazon, wo ich bisher immer gekauft habe, sind außerdem deine Download-Daten gespeichert, so dass zurückverfolgt werden kann, was du bezahlt hast. Bei einem Datencrash kannst du dir das Gekaufte also nochmal runterladen. Umsonst natürlich. Das geht bei iTunes übrigens nicht, was ich ziemlich krass finde. Wenn du die Daten nicht mehr hast, ist das dann dein Problem.
Wo CDs teurer geworden sind? Naja. Es kommt natürlich auch immer ein bisschen auf die Popularität der Band an, aber als vor einigen Jahren "The Blackening" von Machine Head erschien, kostete die normale (!) Version des Albums 18,99 €. Das finde ich ziemlich heftig. Hab sie mir trotzdem damals gekauft und wurde derbe enttäuscht.
Klar gibt es immer Wege, CDs günstiger zu bekommen, aber in der Regel sind auch Neuerscheinungen online günstiger als im Laden. Normalerweise so 8,99 € bis 9,99 €.
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( 16.03.2011 11:59 Uhr)
Lazarus
Und was macht ihr dann wenn eure Festplatte mal einen weg hat? Dann sind die ganzen schönen Daten verloren. Man kann sich die CD's ja auch auf den PC ziehen. So mache ich es zumindest.
Ich weis nicht, wenn ich Geld für etwas ausgebe, will ich auch etwas dafür in der Hand halten können. Wie gesagt wenn ich mir dann eben eine CD für 10 Euro bei einem guten Internethändler bestelle ist sie in 2-3 Tagen da und man hat das komplette Kunstwerk vor sich liegen. Wenn ich mir dabei vorstelle das gleiche Geld für einen Download zu zahlen (den man, wenn man mal ehrlich ist, auch umsonst haben könnte), komme ich mir irgentwie komisch vor. Somal man dann nur 2/3 des eigentlichen Produktes bekommt.
Wobei ich auch keine Lust hätte die ganze Zeit über auf einen Bildschirm starren zu müssen.
Ich weis jetzt auch nicht wo CD's jetz so teuer geworden sein sollen. Man muss nur richtig gucken.^^
Die Katze im Sack kaufen ist auch nicht, dafür gibt es ja Myspace, Soundcloud und natürlich Youtube. ;-)
An sich kann es natürlich jeder handhaben wie er will.
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( 16.03.2011 10:51 Uhr)
G0remagedd0n
Zu dem dritten Absatz im Artikel:
- CDs sind teuer geworden. Verdammt teuer. Ich würde den Teufel tun und eine CD nur aufgrund des Covers zu kaufen. Diese tollen Geschichten à la "Ich bin zum Metal gekommen, weil ich dachte, die Iron Maiden-Kassette wäre ein Grusel-Hörspiel", sind vorbei. Wer kauft denn schon die Katze im Sack?
- ICH kaufe CDs und einzelne Songs digital. Ich finde das, gerade bei einzelnen Songs, sehr praktisch. Wenn ich einen Song mag, aber nicht das ganze Album, kann ich genau diesen einen Song kaufen, ohne Geld für eine Maxi-CD mit zig überflüssigen Remix-Versionen des Songs auszugeben. Brauche ich nicht.
Bisher habe ich allerdings noch nichts bei iTunes gekauft, weil ich kein Apple-User bin.
- Kann man sich denn nicht in einem Album verlieren, das digital erstanden ist? Es ist immer noch Musik! Das Cover kann ich mir notfalls im Internet anschauen. Außerdem produziert Fantasie immer noch die schönsten Bilder.
Ich begrüße es sehr, dass viele Bands die Gelegenheit nutzen, ihre Songs und Alben auch online anzubieten. Neben der praktischen Tatsache, dass MP3-Files auf dem Computer keinen Platz im Wohnzimmer wegnehmen und man die Lieder direkt auf den MP3-Player laden kann, ohne sie vorher umwandeln zu müssen UND MP3s im Normalfall nicht kaputtgehen (im Gegensatz zu CDs), denke ich einfach, dass dies die neue Generation Musik ist. Daran finde ich absolut nichts Schlimmes.
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( 16.03.2011 10:48 Uhr)
AnimatismA
[QUOTE=RÖG]Ich finde diese Entwicklung überhaupt nich doof. Ich brauche nicht mehr in die Läden zu rennen, sondern kann mir bequem von zu Hause die Alben zulegen und mir sofort anhören.[/QUOTE]
Ich brauche nicht mehr in die Läden zu rennen, sondern kann mit bequem von zu Hause aus die Alben zulegen, und zwei Tage später von CD aus anhören, während ich das Booklet durchblättere... ^^
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( 16.03.2011 09:56 Uhr)
RÖG
Och Pascal, immer solln sich die Band auflösen weil sie dir nich passen ;-)
Das Problem was der Herr hier hat ist ganz einfach, durch die digitallen Medien nimmt er im Jahr statt 10 Millionen nur noch 5 ein.
Ob man das nachvollziehen kann oder nicht, ich würde mich da denke ich auch beschwehren, wenn mir soviel Geld durch die Lappen geht, obwohl ich schon mehr als genug habe.
Ich finde diese Entwicklung überhaupt nich doof. Ich brauche nicht mehr in die Läden zu rennen, sondern kann mir bequem von zu Hause die Alben zulegen und mir sofort anhören. Und wer denkt, dass die CD so schnell verschwindet, liegt falsch. Erinnere man sich an die gute alte Schallplatte, die wird heute noch aufgelegt^^
Wenn es irgendwann komplett nur noch digitale Musik gibt, sind wir schon 100 Jahre nicht mehr hier.^^
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( 15.03.2011 21:36 Uhr)
Norrøn
Wissen kann man's nie. Falls es doch passiert, bin ich da hoffentlich schon tot. Nichts geht über ne CD + Booklet.
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( 15.03.2011 19:21 Uhr)
Lazarus
Ja natürlich ist es Blödsinn einem einzigen Menschen dafür die Schuld geben zu wollen. Ich habe halt nur "Angst" davor dass dieser digitale Kram irgendwann mal die physischen Datenträger komplett ersetzen wird. Wie es ja schon einige bekanntere Musiker angekündigt haben. Natürlich übertreibe ich da warscheinlich auch ziemlich weil sich CD's ja, vor allem in "unserem" Interessenbereich, weiterhin gut verkaufen aber man kann ja nie wissen.
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( 15.03.2011 18:56 Uhr)
Norrøn
Ja, aber: Wenn man eine CD will, dann kauft man sich eine. Liegt sicher nicht an irgendwelchen Erfindern von irgendwelchen Downloadportalen oder sonstigem. Das ist der Punkt. Ich würde auch nie für einen Download Geld zahlen. Das ist wie mit den ganzen unnötigen Re-Releases, Tour-Editions etc.. Das Zeug existiert nur deswegen, weil es genug Trottel gibt, die es kaufen.
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( 15.03.2011 18:50 Uhr)
Lazarus
Ja hast schon recht. Ich persönlich finde diese Entwicklung aber auch ziemlich doof. ich habe lieber eine CD im Schrank zu stehen als ein par Daten auf meinem Rechner. Wenn ich jetz noch darüber nachdenke dass es schon Künstler gibt die ganz auf Physische Datenträger verzichten wollen bestürzt mich das schon ein wenig. Ich persönlich werde zumindest nie im Leben für einen Download Geld ausgeben.
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( 15.03.2011 16:24 Uhr)
Norrøn
Wenn Bon Jovi seit 'nem geschlagenen Jahrzehnt nicht so scheiße wären... Den Rest kann sich jeder selbst denken. Er soll nicht so viel rumweinen und die Band endlich auflösen. Unbekannte Bands haben heutzutage Chance via Foren, MySpace, Facebook, Last.fm etc. auf sich aufmerksam zu machen. So ist das nunmal, das digitale Zeitalter.
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